Norbert Schindler MdB hält eine Neueinteilung der Landtagswahlkreise in der Pfalz für zwingend notwendig. Er erklärt: „Durch die Veröffentlichung des Berichtes der Landesregierung nach §9 Absatz 3 des Landeswahlgesetzes (Wahlkreisbericht) aus der letzten Woche ist eine Diskussion über die Einteilung der Wahlkreise für die nächste Landtagswahl entbrannt, da der darin enthaltene Vorschlag jeder Logik entbehrt.

Nach diesen Vorschlägen sollte der Wahlkreis 48 (Pirmasens) um die 70 km entfernte Verbandsgemeinde Lambrecht „aufgepolstert“ werden und dies nur, damit die „alten“ Wahlkreise der Westpfalz die zwingend notwendige Größe behalten und so überleben können. Bei der Einteilung des Bezirks 4 sind die Abweichungen in der Westpfalz allesamt negativ und im Raum Weinstraße/Südpfalz positiv. Das bedeutet, dass um eine gleichmäßige Größe der Wahlkreise, wie im Landeswahlgesetz festgelegt, zu erreichen, eine Neuabgrenzung vorzunehmen ist. Diese kann als logische Konsequenz jedoch nur bedeuten, dass im Raum Westpfalz ein Wahlkreis weniger vorzusehen ist und dafür ein zusätzlicher Wahlkreis im bevölkerungsstarken Bereich entlang der Weinstraße/Südpfalz eingerichtet werden müsste.

Mit dieser Lösung würde der demographischen Entwicklung, die ja in dem o.g. Bericht schon vorweggenommen wird, Folge geleistet. Damit ist eine langfristige gleichmäßige durchschnittliche Bevölkerungszahl im gesamten Landtagswahlbezirk 4 gewährleistet.

Dieser einmalige Schnitt, vergleichbar mit der vor zwölf Jahren erfolgten Neueinteilung der Bundestagswahlkreise in der Pfalz (Frankenthal wurde Ludwigshafen zugeschlagen und Grünstadt meinem Wahlkreis) zugunsten der bevölkerungsstarken Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg, ist der einzig sinnvolle. Damit würde die durchschnittliche Zahl der Wähler in den Wahlkreisen von jetzt ca. 59.000 in der Westpfalz und ca. 84.000 entlang der Weinstraße/Südpfalz auf die angestrebten 70.000 bis 75.000 Stimmberechtigte angeglichen werden.

Ein andersartiges Vorgehen wie das o.A. zuteilen der VG Lambrecht zu einem so weit entfernten Wahlkreis kann nur als karnevalistischer Treppenwitz der Geschichte angesehen werden!“