Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Schindler trafen sich die Spitzen der für die Konversion Zuständigen bei dem Standortältesten Speyer, Herrn Oberstleutnant Jens Küster, in der Kurpfalzkaserne zu einem über zwei Stunden dauernden, sehr ausführlichen, informativen und konstruktiven Gespräch. Mit Herrn Dr. Jürgen Gehb, Sprecher des Vorstands der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und seinem Mitarbeiter in der Abteilung Konversion für Rheinland-Pfalz, Herrn Frank-Michael Kreis, waren neben dem Abgeordneten Norbert Schindler der Bund vertreten; der Oberbürgermeister der Stadt Speyer, Herr Hansjörg Eger, dem Stadtentwickler Bernd Reif, mit der Konversionsbeauftragten, Frau Silvia Gonsior, die Orts- und Verbandsgemeindebürgermeister, Herr Otto Reiland für Waldsee, Herr Peter Eberhard für Dudenhofen und Herr Bernd Zimmermann für Otterstadt, für die betroffenen Städte und Gemeinden.

Zunächst wurden dabei die Fakten geklärt: Es geht bei den in Rede stehenden Konversionsflächen um ca. 80 Hektar, die sich aus ca. 28 ha im Reffenthal, knapp 25 ha Kerngelände der Kurpfalzkaserne in Speyer, 11 ha Pionierübungsgelände in Dudenhofen und 18 ha sog. Polygongelände (ehemaliges Fahrschulgelände zwischen B9 und B 39) zusammensetzt. Die ebenfalls zur Kaserne gehörigen 300 ha Wald stellen in der Konversion derzeit kein Thema dar.

In den Gespräch wurde zwischen allen Beteiligten vereinbart, dass die Stadt Speyer ihre bisher sehr gute Vorarbeit zur Konversionsplanung gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger fortführen soll, um bis Ende 2013 eine Grobkonzeption zu erstellen. Von der bisher geleisteten hervorragenden Vorarbeit vor Ort. zeigte sich Dr. Jürgen Gehb besonders beeindruckt.

Inwieweit bei der Planung Flächen für Wohnraumangebote, Gewerbe, Freizeitangebote aber auch Naturschutz ausgewiesen werden können und zu welchem Preis diese angeboten werden können, hängt von einer späteren Bewertung gemeinsam mit der BImA ab.

Mit dem Beschluss, dass es spätestens 2014 ein fertiges Konzept geben soll, zeigten sich alle Beteiligten hochzufrieden. Denn dann blieben Bund und Kommunen noch zwei Jahre Zeit, um die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, dieses Konzept bis 2016 umzusetzen.

Nach Abschluss der Gespräche und einem Mittagessen in der Kaserne konnten sich der BImA-Vorstandssprecher Dr. Jürgen Gehb und der Bundestagsabgeordnete Norbert Schindler bei einer Befahrung und Begehung aller vier Geländeteile, die derzeit noch in Nutzung der Bundeswehr sind, einen persönlichen Eindruck von den Liegenschaften machen. Dies war auch im Hinblick auf schon bestehende Anfragen von THW oder Sportvereinen auf eine mögliche spätere Nutzung durch diese ein Gewinn.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass sowohl die Stadt und die Gemeinden als auch die BImA Ihre Hausaufgaben machen werden, damit zeitgerecht beim Abzug der Bundeswehrpioniere aus Speyer eine für die gesamte Region tragfähige Lösung umgesetzt werden kann", so der Bundestagsabgeordnete Norbert Schindler.